In Mittel-­ und Süditalien ziehen die Zampognari, Schäfer aus den Bergen, durch die Städte und sorgen mit Dudelsack-Klängen für Weihnachtsstimmung. Am Weihnachtsabend gibt es Panettone (Früchtekuchen), aber traditionellerweise kein Fleisch. (©Reuters)

 

 

In Russland beginnt das eigentliche Fest erst am 7. Januar. Zu Weihnachten hat sich dort eine ganz besondere Tradition durchgesetzt: Single-Frauen nutzen ab dem 6. Januar die nächsten 12 Tage, um auf verschiedenen kuriosen Wegen ihren zukünftigen Ehemann zu finden. Heiratsunwillige Männer sollten daher an diesem Tag lieber nicht ans Telefon gehen.... (©Reuters)

 

 

.... Denn gemäß einer beliebten Tradition werden von vielen Frauen - teilweise wahllos, teilweise weniger wahllos - Nummern ins Telefon getippt und die Regel besagt: Wer abnimmt ist der zukünftige Ehemann. (©Reuters)

 


In Frankreich wird geschlemmt: Truthahn, Foie Gras (Bild) und Lachs - exquisites Essen ist ein fester Bestandteil des französischen Weihnachtstages. Abgesehen von einigen zusätzlich aufgetischten Köstlichkeiten, unterscheidet sich das Fest der Franzosen jedoch nicht allzu sehr von dem unseren. 

Nachdem alle satt sind, besucht man in Frankreich die Mitternachtsmesse. Geschenke dürfen entweder noch am Abend des 24. oder am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages ausgepackt werden. (©Fotolia (Symbolbild))

 

 

Am Weihnachtstag zeigen die Iren dann, dass sie wahrhaftig abgehärtete Inselbewohner sind: Überall, jedoch vor allem am Forty Foot Gebirge, findet das traditionelle Weihnachtsschwimmen statt, bei dem hunderte von Menschen von der Klippe in das eiskalte Wasser der irischen See springen. 


Zudem werden zur Weihnachtszeit Kerzen am Fenster platziert, um Fremde zu begrüßen und an diejenigen zu erinnern, die an diesen Tagen nicht zuhause sein können. (©Reuters)

Spanier sind Weihnachts-­Nachzügler, denn erst am 5. Januar beginnen die Feierlichkeiten mit dem "Cabalgata de los Reyes Magos«, einer Parade mit festlichen Wagen, die die Ankunft der Heiligen Drei Könige am darauf folgenden Tag einläutet. Am Tag der großen Bescherung, dem "Día de Reyes« am 6. Januar, dürfen dann auch endlich Geschenke getauscht werden. 

Vorher stärkt man sich am Frühstückstisch noch mit "Roscón de Reyes« (Bild), kranzförmigen Kuchen, die für die Heiligen Drei Könige gebacken wurden. Wer noch nicht genug von Süßigkeiten und Paraden hat, kann an diesem Tag Caspar, Melchior und Baltasar mit ihren Kamelen, Geschenken und "caramelos« auf den Straßen Spaniens treffen. (©Reuters)

 

 

 

Gastfreundschaft ist in Polen auch an den Feiertagen wichtig: Der festliche Tisch wird deswegen mit einem Teller mehr gedeckt, falls unerwarteter Besuch kommt. Allerdings beginnt das Weihnachtsessen erst, wenn der erste Stern am Himmel aufgegangen ist. 

Teil der Tradition sind außerdem die Weihnachtsoblaten (Bild): Auf jedem Teller wird eine Oblate platziert, die meist mit einem Bild bedruckt ist. Vor dem Essen bricht man dann für jedes Familienmitglied ein Stück ab und teilt es mit den anderen Feiernden. (©Fotolia (Symbolbild))

 

Der Weihnachtsmann bringt in Brasilien erst am späten Abend Geschenke vorbei. Die Zeit vertreibt man sich bis dahin, trotz tropischer Hitze, mit köstlichem Truthahn, der als traditionelles Gericht von den Nordamerikanern übernommen wurde. 

Alle, die ebenfalls lieber mit einer Palme statt der Tanne als Weihnachtsbaum vorlieb nehmen, die sollten die "heiße« Stadt Rio de Janeiro bereisen. Die Copacabana glänzt mit weißem Sandstrand statt Schneelandschaft, sowie einem prächtigen Feuerwerk. 

Und länger bleiben lohnt sich, denn der Strand an der Copacabana ist nicht nur für seine Schönheit, sondern auch für eine der größten Strand-­Silvester­-Partys bekannt. (©Reuters)

 

Schon der Morgen des Weichnachtstags beginnt in Finnland ungewöhnlich. Gemeinsam gönnt sich die Familie ein ordentliches Schwitzbad in der Sauna. 

Nach erhöhten Temperaturen sorgt der traditionelle Spaziergang zum Friedhof für Abkühlung. Als Weihnachtsritual hinterlässt dort jeder eine Kerze für seine verstorbenen Lieben. 

Ebenfalls anders: süßes Reis-­Porridge statt saftigem Braten. Bei dieser traditionellen finnischen Weihnachtsspezialität wird Reis mit Milch aufgekocht und mit einer Suppe aus Früchten, Zimt und Zucker serviert. (©Fotolia (Symbolbild))

 

 

Bei den Schweden spielt eine ähnliche Speise eine bemerkenswerte Rolle: Reispudding. Im Weihnachtsgericht versteckt, befindet sich eine Mandel. Wer die Mandel erwischt, wird - so der Volksglaube - im darauf folgenden Jahr heiraten. Den Pudding nutzt man jedoch auch, um den Weihnachtsmann bei Stimmung zu halten und stellt eine kleine Schüssel für ihn nach draußen. 

Und das kulturelle Weihnachtsprogramm? Statt dem kleinen schwedischen TV-­-Rabauken Michel, läuft in den Wohnzimmern am Nachmittag Donald Duck. Alle die ihre Zeit jedoch lieber draußen verbringen, können sich dank einer garantierten Menge winterlichen Schnees die Zeit mit Schneeballschlachten und Schlittenfahrten vertreiben. (©Fotolia (Symbolbild))

 

 

Schnee sucht man zu dieser Jahreszeit in Kolumbien vergeblich, dafür sorgen dort vor allem Lichter für festliche Stimmung. Am "Día de las Velitas" (Tag der Kerzen) am 7. Dezember wird die Ankunft Marias gefeiert. Um ihr den Weg zu leuchten, findet man überall auf den Straßen kleine Teelichter. 

In der Stadt Medellín werden beim Fest »Los Alumbrados« 15 Millionen Glühbirnen und spezielle Installationen angezündet. 

Am 16. kommt außerdem die kolumbianische Sippe für »Las Novenas« zusammen, um im Kreise der Familie der Geburt Jesu zu gedenken. Von diesem Tage an beten die Kolumbianer täglich bis zum Weihnachtstag. (©Reuters)